Man fragt sich, warum nach der Alpha-Version noch die anderen Versionen notwendig sind und wird es kaum glauben, dass trotz einer solchen Testeuphorie immer noch 10% der Codezeilen eines fixfertigen Releases mit Fehlern behaftet sein sollen. Zum Teil ist dies mit Betriebsblindheit zu erklären, denn bis hierhin sind meist nur Informatiker beteiligt und die können sich kaum noch vorstellen, wie einem armen Benutzer der kalte Schweiss ausbrechen kann, wenn er ein neues System erhält.
Aber zum Glück gibt es die Beta-Version. Hier können sich Benutzer bewerben, um den neuen Release vor allen anderen zu testen – und zwar unter Produktions-Bedingungen. Diese Benutzer erhalten die Version, die das Alpha-Stadium erfolgreich überstanden hat, und die Testvorgaben zusammen mit den Testdaten. Und es sind keine Programmtechniker mehr, sondern reine Benutzer. Es gelingt leider nur sehr selten, sie dazu zu bringen, ein vernünftiges Fehlerprotokoll zu erstellen. Die folgenden Punkte sind unbedingt an den Hersteller des Releases zu senden:
- Wer bin ich (Name und Adresse mit Land)
- Was wollte ich tun
- Was habe ich getan
- Was bekam ich stattdessen (Fehlermeldung, Speicherauszug, etc)
Viele Hersteller fragen sich inzwischen, ob des Beta-Stadium überhaupt noch einen Sinn hat, oder ob man es tun soll wie früher: Nach dem Alpha-Stadium Bananensoftware ausliefern. Solche Software reift - eben wie auch grüne Bananen - beim Kunden. |